Diversity: „Eine gute Absicht macht keinen Unterschied“

Ein Interview mit Tanya Akin von Jana Samsonova

Viele Unternehmen wollen diverser werden, wissen aber oft nicht wie. Sich die eigenen Vorurteile bewusst zu machen, kann ein guter Anfang sein, weiß Tanya Akin, Expertin für Diversity & Inclusion bei der Unternehmensberatung Flowedoo.

Frau Akin, es scheint, als hätten Unternehmen den wirtschaftlichen Nutzen von Diversität inzwischen erkannt. Zumindest geben viele an, dass sie sich künftig diverser aufstellen wollen. Woran scheitern die Vorsätze?

Oft scheitern sie daran, dass den Unternehmen die Ernsthaftigkeit ihres Vorhabens gar nicht bewusst ist. Auch, dass es sich dabei um ein Projekt handelt, das langfristig gedacht und angegangen werden muss, erkennen viele erst sehr spät.

Sie sagen: „Okay, Diversität ist gerade ein Trendthema, das müssen wir aufgreifen“, machen daraus dann ein, zwei Events oder posten etwas auf Social Media. Aber eine gute Absicht allein macht noch keinen Unterschied. Da muss mehr passieren.

Zum Beispiel mehr nichtweiße, nichtheterosexuelle, nichtbinäre Menschen einzustellen.

Das auf jeden Fall. Nur müssen die Unternehmen auch lernen, mit der Diversität, die sie sich ins Haus holen, klarzukommen – und das ist nicht „mal eben so“ gemacht.

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Diversity: „Eine gute Absicht macht keinen Unterschied“ – Creditreform Magazin (creditreform-magazin.de)